Kundalini Yoga

Start in die Yogawoche

immer Montags, 09.00 Uhr

Was ist Kundalini Yoga?

„Anders“ ist vielleicht das häufigste spontane Prädikat, dass Kundalini von Yogin*inis erhält. Während Hatha, Vinyasa und Asthanga Yoga ganz klar einer Schule zuzuordnen sind und sich auch Yin Yoga der Asanas aus den Schwester-Disziplinen bedient, so kommen selbst erfahrenen Yogis nur wenige der Übungen im Kundalini bekannt vor. Eine klassische Kundalini-Stunde besteht aus einem vorgegebenen Set von 5-10 sich wiederholenden Asana-Abfolgen.

Im Mittelpunkt steht bei diesem Yoga-Stil Kundalini, die Urenergie. In der Kundalini-Lehre wird diese Energie als schlafende Schlange symbolisiert, die eingerollt am unteren Ende der Wirbelsäule ruht. Durch die im Kundalini Yoga erlernten Techniken und Reinigungsübungen (Kriyas) soll sie systematisch geweckt werden und mit Hilfe der Energiekanäle aufsteigen. Nach und nach wandert sie durch die sieben Chakren (Energiezentren) durch den Körper nach oben. Ist die Kundalini-Energie einmal freigesetzt und steigt sie bis zum höchsten Chakra, soll dies zur Erleuchtung führen.

Als ein ganzheitlicher Weg beinhaltet Kundalini Yoga neben Körper und Atemübungen und Meditationstechniken auch Wissen und Lehren für die wichtigsten Bereiche des Lebens an. Kundalini Yoga will helfen, den Alltag gelassen und flexibel meistern zu können. “Sat Nam” wird im Kundalini-Yoga wie das sonst übliche “Om” benutzt und bedeutet „wahres Selbst”. Und genau darum geht es im Kundalini: um das Erkennen des wahren Kerns hinter all den Konditionierungen, Bewertungen, Emotionen und eingefärbten Gedankengängen. Kundalini bewirkt, dass der Mensch nach „Höherem“ strebt und hilft, eine Einheit mit dem Absoluten zu erreichen, um die individuelle Seele mit der kosmischen Seele zu vereinigen. Das ist der Moment, in dem die Kundalini auch das Scheitelchakra durchbrochen hat und der Mensch "erleuchtet" wird. Kundalini Yoga ist sozusagen die Wissenschaft darüber, das Erreichen dieses Zustandes zu beschleunigen.

Kundalini Yoga wurde Jahrtausende lang wie ein wertvoller Schatz von den indischen Monastien gehütet. Diese ursprüngliche Yoga-Tradition war nur sehr ausgewählten Schülern des Könighauses zugänglich und wurde im Geheimen von wenigen Lehrern unterrichtet. Während Hatha-Yoga schon früh der breiten Bevölkerung zugänglich gemacht wurde, wird Kundalini erst seit Mitte des 20. Jahrhunderts öffentlich praktiziert und weitergegeben.

Florian Busch

Florian hat erst spät den Ruf des Yoga gehört und brauchte dafür erst die innere Leere und Stille in Folge einer schweren Erkrankung. Sein Leben vorher war zu laut und schnell für das Hören auf innere Stimmen: als Wirtschaftsjurist mit Schwerpunkt Unternehmenszusammenführungen und -übernahmen baute er mehrere Startups auf, veröffentlichte zahlreiche Bücher, sprach auf großen Bühnen, neben der Karriere auch der klassische Dreiklang Frau, Haus, Kinder. Doch eine Diagnose änderte sein Leben: Krebs. In der Rehabilitation lernte er Yoga kennen und fand hierin seine neue Berufung. Er lies sich von Panch Nishan Khalsa zum Kundalini Lehrer ausbilden und absolvierte weitere Ausbildungen im Stil Jivamukti und Anusara. Zusammen mit seiner Frau baut er auf dem Klostergelände in Lehnin ein ganzheitlich-onkologisches Behandlungszentrum für Frauen mit dem Namen „luna shala“ sowie das Retreat-Zentrum „Kloster-Yoga“ auf. Bei der Yogaschule Zehlendorf unterrichtet er Kundalini.

Wann Kundalini Yoga?

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